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Ist eine Welt ohne Militär denkbar?

Indigene Flüchtlingskinder in Kolumbien. Some Rights Reserved by United Nations Photo
Indigene Flüchtlingskinder in Kolumbien. Some Rights Reserved by United Nations Photo
An einer Quelle in Mogadishu. Some Rights Reserved by United Nations Photo
Afghanische Frauen stehen für Essensausgabe an. Some Rights Reserved by United Nations Photo
Der Dorfälteste hält seine Enkeltochter an der Hand, Herat / Afghanistan.Some Rights Reserved by United Nations Photo

Erfahrungen und Erfolge mit nicht-militärischen Konfliktlösungsmodellen

Angesichts der Allgegenwart von Krieg und Terror, angesichts der Versuche zu einer vermeintlichen religiösen Legitimation von Gewalt, vor allem aber um der Menschen willen, die unter Gewalt und Krieg leiden, ist es heute eine zentrale Aufgabe der Kirchen, die Friedensbotschaft des Evangeliums zu bezeugen und für Frieden und Versöhnung einzutreten. Mit ihren Entwicklungs- und Katastrophendiensten leisten die Kirchen einen Beitrag zu den Bemühungen in vielen Ländern, Konflikte zu entschärfen, Not zu lindern und neue Perspektiven für ein friedliches Zusammenleben zu eröffnen. Hier stehen wir ökumenisch zusammen.

Zu einem wirkungsvollen Einsatz der Kirchen für Frieden und Versöhnung gehört auch der Zivile Friedensdienst. Frieden und Gerechtigkeit gehören zusammen. Im kirchlichen Friedenszeugnis hat das Eintreten für nichtmilitärische Formen der Konfliktbeilegung einen festen Ort. Die Kirchen in Deutschland haben deshalb wesentlich dazu beigetragen, dass 1997 ein Konsortium zum Thema Friedensdienst entstanden ist, in dem säkulare und kirchliche Organisationen sowie staatliche Organisationen zusammenarbeiten.

Bischof Wolfgang Huber, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und Karl Kardinal Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

Angebote des Netzwerks

1. Besuch aus dem Ausland
Partnerorganisationen berichten, wie Konflikte gewaltfrei bearbeitet werden können. Vorrang für Zivil praktisch umgesetzt: zivile Konfliktbearbeitung.

2. Für den Frieden arbeiten
Ehemalige und aktuelle Friedensfachkräfte des Zivilen Friedensdienstes berichten von ihrer Arbeit. Z.B. Journalismus für den Frieden

EIRENE. Internationaler Christlicher Friedensdienst e.V., Neuwied
Referent: Thorsten Klein
Kontakt: 02631-837917, klein (at) eirene (dot) org

3. Vorrang für zivil?
Friedensethische Anfragen an Politik und Gesellschaft

Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz, Speyer Referent: Friedhelm Schneider
Kontakt: 06232-67150, schneider (at) frieden-umwelt-pfalz (dot) de

4. Vorrang für zivil – ist eine Welt ohne Militär denkbar?
Erfahrungen und Erfolge mit nicht-militärischen Konfliktlösungsmodellen

Friedensarbeit in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (Fachbereich Frieden im Zentrum Ökumene), Frankfurt
Referent: Wolfgang Buff
Kontakt: 0163-3670012, friedensbildung (at) t-online (dot) de

5. Friedensplan Afghanistan
Wie ein Land nach über 30 Jahren Krieg und Bürgerkrieg zivil wieder aufgebaut und befriedet werden könnte

6. Angebote mit Materialien aus einer Friedensbox
In der Friedensbox sind Bücher, Broschüren, CDs, VDV Videos und eine Handreichung für die Arbeit mit den Materialien mit 6-8 Modulen, die je nach pädagogischen Schwerpunkten eingesetzt werden können. Themenbereiche sind Gewaltprävention, Verständigung und Konfliktlösung, Kriegsdienstverweigerung und Freiwilligendienste. Zum Thema „Gewaltprävention“ lässt sich ein Videofilm über eine Friedensgemeinde in Kolumbien einsetzen. Zum Thema „Verständigung“ bieten sich ein Videofilm über den Zivilen Friedensdienst in Palästina und Israel sowie Übungen zur Einführung in die gewaltfreie Kommunikation aus einem Trainingshandbuch „Frieden gemeinsam üben“ an.

7. Konstruktive Konfliktaustragung und Zivilcourage
In einem Schnupper-Workshop können die Teilnehmenden ihre Kompetenzen in konstruktiver Konfliktaustragung praktischen Übungen und Rollenspielen erweitern und ihre Möglichkeiten und Grenzen zivilcouragierten Handelns erproben.

Institut für Friedensarbeit und Gewaltfreie Konfliktaustragung (IFGK), Wahlenau Kontakt: Dr. Barbara Müller (Geschäftsstelle), 06543 -980 096

8. Praktische Arbeit für den Frieden
Begegnung mit RückkehrerInnen aus Friedensdiensten im Ausland (Sozialer Friedensdienst bzw. Ziviler Friedensdienst)

Pax Christi – Bistumsstelle Mainz
Referent: Alois Bauer
Kontakt: 06131-253263, frieden (at) bistum-mainz (dot) de


9. Kreativ im Konflikt - Konfliktforschung mit Methoden der Theaterpädagogik

Forumtheater ist eine Form des Theaters der Unterdrückten von Augusto Boal. Vorstellung und Erläuterung zum Forumtheater aus dem Theater der Unterdrückten mit praktischer Einübung (Workshop) für Jugendliche ab 12 J. bis Oberstufe. Sein Einsatz z.B. in Afghanistan (eine örtliche NGO praktiziert diese Methode mit afghanischen Frauen als Methode des Empowerments) oder in Konfliktgebieten weltweit (Folienpräsentationen) ist eine beeindruckendes Instrument der zivilen Konfliktbearbeitung, da es ohne Sprache auskommen und auf vielen Ebenen wirken kann.
– Workshop Forumtheater Doppelstunde bis Halbtags- oder Ganztagsprojekt, auch als Projektwoche möglich. – Moderierte Folienpräsentationen zu Afghanistan, Afrika, Indien, Lateinamerika, Thailand.

10. Völkerverständigung leben: EN-PAZ Rollenspiele
EN-PAZ entwickelt Rollenspiele geeignet ab 15 Jahren, in denen Jugendliche demokratische Spielregeln sowie internationale Konfliktschlichtungsinstrumente kennenlernen (z.B. "Krieg in Ixland - Wem gehört Bergistan?" oder "Wie stürzen wir einen Diktator gewaltfrei?") Diese Rollenspiele haben sich als sehr gute Methode dargestellt, jungen Leuten Methoden der Diplomatie und der zivilen Krisenprävention spielerisch und einprägsam zu vermitteln. Aufgrund von fiktiven Settings haben sie universelle und ständige Gültigkeit. Für diese Rollenspiele werden quasi als institutionelle "FriedensbotschafterInnen" PädagogInnen als MultiplikatorInnen geschult (Interesse anmelden, halbtägiger Workshop erfolgt ab 5 TeilnehmerInnen).
– Setting: ca 20 Personen, 90 Minuten - Halbtagsprojekt. ReferentIn leitet das Rollenpiel an. – Alternative: Lehrkraft selbst wird als Teamer des Rollenspiels geschult.

Download des Rollenspiels "Krieg in Ixland" (PDF)

EN-PAZ e.V., EN-PAZ Peace Community,
Referentin: Jenny Becker,
Kontakt: 030 – 70224026, Mobil 0178/6953426, jenny (at) en-paz (dot) de

 

Weiterführende Links

Mehr Frieden wagen – Sieben Jahre ziviler Friedensdienst (GIZ, PDF)